Schulprogramm des

Weiterbildungskollegs

Westmünsterland

- Abendrealschule -

Inhalt

Einleitung

Das Schulprogramm des Weiterbildungskollegs Westmünsterland soll in erster Linie Information sein für diejenigen, die sich für den Zweiten Bildungsweg interessieren und weitergehende Informationen über die Möglichkeiten an unserer Schule haben wollen. Sei es, dass es sich dabei um Personen handelt, die ggf. selbst einen Schulabschluss nachholen wollen oder aber um Institutionen, die mit der Aus - und Weiterbildung befasst sind und deshalb ihren Teilnehmerinnen und Teilnehmern alternative oder ergänzende Möglichkeiten der abschlussbezogenen Weiterbildung vorstellen wollen. Darüber hinaus stellt sich die Schule mit ihrem Schulprogramm auch der Öffentlichkeit, dem Schulträger und der
Schulaufsicht vor und bietet auf dieser Grundlage die Möglichkeit, in einem gemeinsam geführten Dialog eine kontinuierliche Weiterentwicklung voranzutreiben. Insofern ist das vorgestellte Programm nicht das Ergebnis einer abgeschlossenen Arbeit, sondern vielmehr ein wichtiger Schritt innerhalb einer Entwicklung, die die Schule in einer sich wandelnden Gesellschaft dazu befähigen soll, auf die sich ändernden Anforderungen flexibel zu reagieren.

In diesem Sinne setzt sich das Programm zusammen aus vielen Bausteinen, die jeweils ergänzt, verändert oder auch herausgenommen werden können.

Nach einem Überblick über die Geschichte der Schule und ihre heutige Struktur folgt das derzeitige Leitbild der Schule, auf das sich Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer geeinigt haben und das in eine Art "Schulvertrag" mündet, mit dem sich alle am Schulleben beteiligten einverstanden erklären. Als zentrale Aufgabe der Schule werden die Vermittlung von Schulabschlüssen und die Erteilung von Unterricht angesehen. Entsprechend ausführlich folgt darum das Kapitel über
mögliche Ausbildungsgänge und die einzelnen Unterrichtsfächer und Inhalte am Weiterbildungskolleg.

Die Schule in Bocholt verfolgt mit dem Fach Arbeitslehre und der in den Unterricht integrierten Lernoptimierung besondere Konzepte, die neben der Nutzung neuer Kommunikationstechnologien als Schwerpunkte in einem eigenen Kapitel vorgestellt werden.

Das Weiterbildungskolleg ist Teil einer vielfältigen und umfassenden Bildungslandschaft in Bocholt. Die Verbindungen zu anderen Institutionen werden am Ende der Ausführungen kurz angesprochen. Ergänzt wird das Schulprogramm durch einen Katalog "häufig gestellter Fragen", die in Kurzform auch direkt beantwortet und ständig ergänzt werden. Durch die Veröffentlichung im Internet soll das Schulprogramm einer möglichst breiten Öffentlichkeit auch über diese Schule hinaus zur Verfügung zu stehen.

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Geschichte der Schule

Als eine der ersten Abendrealschulen in Nordrhein-Westfalen nahm die ARS der Stadt Bocholt am 22. April 1963 ihre Arbeit auf. Direkte Vorläufer der Abendrealschulen waren die Abendgymnasien, die bald nach Ende des 2. Weltkrieges Erwachsenen, deren Schullaufbahn durch die Kriegswirren unterbrochen worden war, die Möglichkeit gaben, ihr Abitur nachzuholen. 1963 waren die unmittelbaren Auswirkungen des Krieges zwar überwunden, jedoch herrschte gerade im Bildungssektor immer noch großer Nachholbedarf.

Die Ausbildung umfasste damals sechs Semester in den Fächern Deutsch, Englisch, Mathematik, Geschichte / Erdkunde und Religionslehre. Physik, Chemie und Biologie wurden nur in bestimmten Semestern unterrichtet. Dazu kam im 5. und 6. Semester die Pflicht-Teilnahme an einer Arbeitsgemeinschaft in Biologie, Chemie, Musik oder Kunsterziehung.

Einschulung im April1963

Im Laufe der Zeit verkürzte sich die Ausbildungszeit auf zunächst fünf und seit 1972 schließlich vier Semester. Mit diesem Abschluss erwarben die Teilnehmer dann jedoch nicht mehr wie bisher die Fachhochschulreife, sondern nur noch die Fachoberschulreife.

Weitere Veränderungen, mit denen auf neue Bedürfnisse und Zielgruppen reagiert wurde, waren die Einführung des Baukastensystems im Jahre 1987 und das zusätzliche Angebot von Vormittagskursen seit 1989. Auch der Fächerkanon wurde erweitert, heute können zwei weitere Fremdsprachen, Italienisch und Französisch, erlernt werden, die Fächer Informatik, Wirtschaftsgeographie und Arbeitslehre machen die Studierenden vertraut mit der modernen (Berufs-)Welt. Eine Film-AG
ergänzt das kulturelle Programm der Schule.

Bei ihrer Gründung befand sich die Abendrealschule in den Räumen der Realschule der Stadt Bocholt, der heutigen Albert-Schweitzer-Realschule, seit 1991 hat sie ihr eigenes Gebäude in der früheren Langenberg-Schule, mittlerweile zusammen mit dem Abendgymnasium als Weiterbildungskolleg
der Stadt Bocholt. Daneben bietet die Abendrealschule seit 1991 auch Abendkurse im Schulzentrum Remigianum in Borken an.

3. Semester 2000, Vormittagskurs

Von den 51 Studierenden, die sich 1963 an der neugegründeten Abendrealschule angemeldet hatten, hielten 17 bis 1966 durch und erlangten das Reifezeugnis. Seitdem hat sich viel verändert, die Studierenden sind heute im Durchschnitt jünger und haben andere Bedürfnisse und Interessen als 1963.

Vor allem wollen sie aber die Chance nutzen, unterschiedliche Schulabschlüsse nachzuholen und einen besseren Stand im Berufsleben zu erlangen. In den letzten zehn Jahren gelang dies nahezu 1000 Studierenden, die die Fachoberschulreife erreichten, außerdem verließen viele die Schule mit einem Hauptschulabschluss.

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Leitbild der Schule

Ziel der Schule ist die Förderung unserer Schülerinnen und Schüler durch einen schülerorientierten Unterricht, in dem neben der Allgemeinbildung auch Hilfen zur Berufswegvorbereitung und zur Optimierung des Lernens im Hinblick auf lebenslanges Lernen gegeben werden. Eine besondere
Bedeutung dabei hat die Abschlussorientierung des Unterrichts. Ein großer Teil unsere Schülerinnen und Schüler hat den ersten Bildungsweg ohne einen weiterführenden Schulabschluss, d.h. ohne Erfolg abgeschlossen und nutzt durch den Besuch des Weiterbildungskollegs seine zweite Chance. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben vielfach erkannt, dass berufliches Fortkommen oder der Beginn einer Ausbildung nicht oder nur sehr schwer ohne einen weiterführenden Schulabschluss möglich sind.
Darum soll es ein erstes Anliegen aller am Schulleben Beteiligten sein, unseren Schülerinnen und Schülern auf ihrem Weg zu einem weiterführenden Schulabschluss jede mögliche Unterstützung zu geben.

Grundsätze des Zusammenlebens und Lernens sind dabei von Seiten der Schülerinnen und Schüler Zuverlässigkeit, Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit im Unterricht und die Bereitstellung der zur Mitarbeit notwendigen Materialien.

Die Lehrerinnen und Lehrer der Schule ermöglichen einen schülerorientierten Unterricht, der erwachsenengemäß gestaltet ist und auf Vorerfahrungen und Vorkenntnissen der Schülerinnen und Schüler eingeht. Sie wählen Unterrichtsmethoden, die die unterschiedlichen "Eingangskanäle" der Schülerinnen und Schüler berücksichtigen, um bei einem der Realschule entsprechenden Anforderungsniveau möglichst vielen zu einem Lernerfolg zu verhelfen. Durch fachliche und pädagogische Weiterbildung tragen die Lehrerinnen und Lehrer selbst dazu bei, ihr
Wissen zu aktualisieren und im Sinne des Leitbildes der Schule fortlaufend zu optimieren.

Alle am Schulleben Beteiligten verpflichten sich dazu, auftretende Probleme in gegenseitiger Rücksichtnahme und Achtung, auf jeden Fall aber gewaltfrei zu lösen. Dabei gilt es als selbstverständlich, dass jeder ungeachtet seines Geschlechts, seiner Nationalität und seiner Religion
absolut gleichberechtigt ist.

Bocholt, im September 2010

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Der Ausbildungsgang am Weiterbildungskolleg

Die Ausbildung an der Schule umfasst insgesamt 5 Semester von jeweils einem halben Jahr. Die Einteilung des Schuljahres entspricht dem an den Tagesschulen, d.h. auch die Ferienregelungen werden von dort übernommen.

Versetzungen von einem zum anderen Semester erfolgen fächerweise. In den Fächern, die mindestens mit der Note ausreichend abgeschlossen werden, erfolgt eine Versetzung zum nächst höheren Semester.

Der Einstieg in das Weiterbildungskolleg erfordert den Abschluss des ersten Bildungsweges, d.h. dass in der Regel 10 Pflichtschuljahre absolviert sein müssen. Der Besuch der 8- bzw. 9-jährigen Volksschule erfüllt diese Bedingung ebenfalls.

Für Schülerinnen und Schüler, die den ersten Bildungsweg mit dem Hauptschulabschluss nach Klasse 9 verlassen haben, beginnt die Ausbildung am Weiterbildungskolleg in der Regel im 1.Semester. Sie
erreichen den nächst höheren Schulabschluss, den Hauptschulabschluss nach Klasse 10A nach drei Semestern, also nach eineinhalb Jahren. Nach einem weiteren halben Jahr verlassen sie die Schule mit der Fachoberschulreife nach dem 4.Semester.

Diejenigen, die bereits den Abschluss nach Klasse 10A haben, können als so genannte Seiteneinsteiger in einem höheren Semester mit ihrer Ausbildung beginnen. Nach einer individuellen Beratung wird von der Schulleitung festgelegt, in welches Semester der Einstieg erfolgen kann.
Dies wird mit dem 10A-Abschluss in der Regel das 2.Semester, in Ausnahmefällen auch das 3.Semester sein. Die Ausbildungszeit am Weiterbildungskolleg verkürzt sich dadurch auf eineinhalb bzw. ein Jahr.

Schülerinnen und Schüler, die ohne einen Schulabschluss zum Weiterbildungskolleg wollen, müssen vor dem Einstieg in das 1.Semester einen Vorkurs besuchen. Der Unterricht umfasst ein oder zwei Semester und bereitet in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch auf den Unterricht im 1.Semester vor. Hier ist auch eine individuelle Förderung möglich bei Problemen mit der deutschen Sprache, ein Angebot, das sich vor allem an die ausländischen Mitschülerinnen und Mitschüler richtet.


Die Unterrichtsfächer

Der Unterricht am Weiterbildungskolleg in Bocholt und Borken umfasst die Bereiche Deutsch, Mathematik, Naturwissenschaften, Fremdsprachen, Gesellschaftswissenschaften, sowie Informatik. Zu den Naturwissenschaften zählen Physik und Biologie, die Gesellschaftswissenschaften teilen sich auf in Geschichte während der ersten beiden Semester und Wirtschaftsgeographie in den Semestern 3 und 4. Im fremdsprachlichen Bereich können die Schülerinnen und Schüler neben der Pflichtsprache Englisch auch Italienisch oder Französisch wählen.

Die Fächer Deutsch, Mathematik, Fremdsprachen und Informatik zählen zu den so genannten Kernfächern; sie werden mit jeweils 2 oder 3 Unterrichtsblöcken unterrichtet. Der Unterricht der übrigen Fächer umfasst jeweils ein oder zwei Unterrichtsblöcke. Eine Unterrichtseinheit umfasst 80
Minuten.

Auf diese Weise ergibt sich ein Volumen von 10 bis 12 Unterrichtseinheiten pro Woche in den vier Semestern und im Vorkurs.

 

Das Baukastensystem

Wem das Belegen aller Fächer nicht möglich ist, z.B. weil er neben dem Beruf oder der Familie nicht genügend Zeit für die Schule hat, kann den angestrebten Schulabschluss in mehreren Zeitabschnitten erhalten.

Innerhalb eines Zeitraums von - im Regelfall - maximal acht Semestern können die erforderlichen Fächer belegt und der Schulabschluss erreicht werden. Dabei ist es möglich, die Gesamtbelastung individuell einzustellen auf die jeweiligen Möglichkeiten der Studierenden. Beispielsweise können
die Fächer Deutsch, Mathematik und Geschichte bzw. Wirtschaftsgeographie vier Semester lang belegt und damit zum Abschluss gebracht werden. In der zweiten Hälfte wären in diesem Fall z.B. die
Fächer Englisch, Arbeitslehre, Biologie und Informatik zu belegen. Auf diese Weise verlängert sich die Ausbildungszeit bei entsprechender Reduzierung der Gesamtbelastung. Die geschilderte Möglichkeit ist
grundsätzlich für jeden angestrebten Schulabschluss, an jedem Schulstandort und in den Vormittags - und Abendkursen möglich.

Die Schulstandorte

Das Weiterbildungskolleg erteilt Unterricht am Schulstandort Bocholt in Vormittags- und Abendkursen. Bis auf das Fach Arbeitslehre sind Unterrichtsvolumen und Inhalte gleich.

In Borken hat sich aufgrund der Nachfragesituation lediglich ein Unterricht am Abend etabliert. Grundsätzlich ist es für Schülerinnen und Schüler möglich, zwischen den Schulstandorten zu wechseln. Das kann semesterweise oder auch fächerweise erfolgen. Ein Schüler oder eine Schülerin kann also mit einigen Fächern im Vormittagsbereich, mit anderen Fächern im Abendbereich in Bocholt oder Borken am Unterricht teilnehmen. Möglich ist auch ein kompletter Wechsel zwischen Bocholt und Borken, wenn sich beispielsweise nach einiger Zeit herausstellt, dass der eine oder andere Ort verkehrstechnisch günstiger zu erreichen ist.

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Kooperation mit anderen Bildungseinrichtungen

Das Weiterbildungskolleg ist im Rahmen des Zweiten Bildungswegs eine Angebotsschule, d.h. die Schülerinnen und Schüler sind freiwillig an der Schule, weil sie aufgrund verschiedener Beratungen den Eindruck gewonnen haben, dass sich ihr Bildungsziel hier verwirklichen lässt. Eine aktuelle Beratung von Seiten der Schule setzt voraus, dass andere Möglichkeiten der Aus- und Weiterbildung bekannt sind und genannt werden können. Zu diesem Zweck gibt es vielfältige Verbindungen zum Arbeitsamt in Bocholt, zum Berufsorientierungszentrum in Ahaus und zu den Berufskollegs in Bocholt. Einige unserer Schülerinnen und Schüler in den Vormittagskursen sind noch berufsschulpflichtig. Ein enger
Kontakt mit den zuständigen Schulen soll gewährleisten, dass diese Schüler regelmäßig am Unterricht des Weiterbildungskollegs teilnehmen, weil nur so eine Freistellung von der Berufsschulpflicht erfolgen kann.

Die Verbindungen innerhalb des Weiterbildungskollegs, zur Abteilung Abendgymnasium, ergeben sich in vielerlei Hinsicht:

Die Volkshochschulen in Bocholt und Borken haben derzeit keine schulabschlussbezogenen Kurse in ihrem Programm, gleichwohl gibt es aber eine Zusammenarbeit in einigen Bereichen:

Zusammen mit der EWIBO (Entwicklungs- und Betriebsgesellschaft der Stadt Bocholt) führt das Weiterbildungskolleg Schülerinnen und Schüler ohne Schulabschluss innerhalb eines Jahres zum Hauptschulabschluss nach Klasse 9. Während die Kolleginnen und Kollegen der Schule den unterrichtlichen Teil des Lehrgangs in den Fächern Deutsch, Mathematik, Englisch, Geschichte und einer Naturwissenschaft betreuen, unterstützen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der EWIBO die TeilnehmerInnen bei der beruflichen Eingliederung.

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Häufig gestellte Fragen

Anmeldung: Was ist erforderlich?

Neben einer Anmeldung, in der Name, Anschrift, ggf. Beruf und bisheriger Schulabschluss aufgeführt werden, sind notwendig:

Berufsschulpflicht: Bin ich beim Besuch der ARS noch berufsschulpflichtig?

Die Berufsschulpflicht geht bis zu dem Schuljahr, in dem man 18 Jahre alt wird.

Beispiel: Wird man im März 18, besucht man die Berufsschule bis zum Ende des Schuljahres im Juni/Juli desselben Jahres. Wird man im September 18, geht die Schulpflicht bis zum Juni/Juli des darauffolgenden Jahres.

Besucht man die ARS als Vollbeleger, ruht für die Zeit der regelmäßigen Teilnahme am Unterricht der ARS die Berufsschulpflicht. Der Besuch des Vorkurses entbindet nicht von der Berufsschulpflicht.

Klassenarbeiten: Wieviel Klassenarbeiten werden geschrieben?

In den Fächern Deutsch, Englisch, Mathematik und Wahlpflichtfach werden pro Semester 2 Arbeiten geschrieben, die jeweils mindestens 1 Unterrichtseinheit dauern. In den übrigen Fächern werden 1 oder 2 Tests geschrieben.

Die Teilnahme an allen Arbeiten ist verpflichtend. Ein Nachholen ist nur möglich, wenn das Fehlen nicht selbst verschuldet ist - z.B. bei Krankheit (hier ist die Vorlage eines ärztlichen Attestes notwendig).

Hausaufgaben: Werden Hausaufgaben gestellt?

Es besteht grundsätzlich nicht die Verpflichtung zur Anfertigung von Hausaufgaben. Die Zeit, die man für das Nacharbeiten und die Vorbereitung benötigt, ist jedoch individuell sehr unterschiedlich. Häufig werden Übungsaufgaben gegeben, deren Bearbeitung nicht verpflichtend, dennoch aber zur Überprüfung des eigenen Leistungsstandes sinnvoll, im Hinblick auf das Vokabellernen in den Fremdsprachen auch unerlässlich ist.

Verkürzung der Ausbildungszeit: Kann die Zeit am Weiterbildungskolleg verkürzt werden?

Die Ausbildungszeit am Weiterbildungskolleg beträgt bis zur Fachoberschulreife maximal 5 Semester (mit Vorkurs). Mit dem Hauptschulabschluss nach Klasse 9 kann man in das 1. Semester einsteigen, die Ausbildungszeit verkürzt sich dadurch um ein halbes Jahr. Mit dem Abschluss nach Klasse 10A kann man nach einem Einstufungstest in das 2. Semester einsteigen, was eine Verkürzung der usbildungszeit um ein weiteres halbes Jahr bedeutet. In Ausnahmefällen ist mit dem 10A-Abschluss auch ein Einstieg in das 3. Semester möglich, was zu einer Mindestausbildungszeit von einem Jahr führt. In jedem Fall ist aber eine individuelle Beratung nötig.

Baukastensystem:Was tun, wenn die Belegung aller Fächer eine zu große Belastung ist?

Wem das Belegen aller Fächer zu viel ist, kann den angestrebten Schulabschluss in zwei Abschnitten erreichen und dabei jeweils nur einen Teil der erforderlichen Fächer belegen. Die gesamte Ausbildungszeit darf dabei jedoch nicht über 8 Semester betragen.

Wechsel zwischen Vormittags- und Abendkursen - Ist ein wochenweiser Wechsel möglich?

Vor allem für Schichtarbeiterinnen und -arbeiter wäre es zweckmäßig, wenn ein Wechsel zwischen Vormittags- und Abendunterricht entsprechend der wechselnden Arbeitszeiten erfolgen könnte. In der
Praxis hat sich das aber in der Vergangenheit als unrealistisch erwiesen, weil sich die Lerngruppen und damit die Unterrichtsinhalte im Laufe der Schulzeit zu unterschiedlich entwickeln.

Anwesenheitspflicht - Was wird erwartet bzw. was ist erforderlich?

Eine regelmäßige und aktive Teilnahme am Unterricht wird erwartet. Es werden Anwesenheitslisten geführt. Bei unvermeidbarem Fehlen muss die Schule benachrichtigt werden. Die Teilnahme an den Klausuren ist verpflichtend, nur bei begründetem Fehlen kann eine Klausur nachgeschrieben werden. Eine hohe Fehlquote und nicht geschriebene Klausuren gefährden die Versetzung.

 

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Anhang

Adresse der Schule in Bocholt:

Paul-Schneider-Weg 4

46399 Bocholt

Tel.: 02871/32 35 2

Fax: 02871/30 37 0

EMail: WBK-Bocholt@t-online.de

Adresse der Schule in Borken:

Josefstr. 6

46325 Borken

Tel.: 02861/92 440 90

 

Anmerkung zu den Bildern und Fotos in unserem Schulprogramm:

Die Veröffentlichung von Fotos erfolgt mit der Zustimmung der abgebildeten Schülerinnen und Schüler.

Die Abendrealschule ist nicht für die Inhalte der verlinkten Internet-Seiten verantwortlich.